Arbeitserlaubnis Thailand 2026: Non-B-Visum, e-Work Permit und die 4:1-Regel — Ablauf, Gebühren, Fristen
Seit Oktober 2025 läuft die Erlaubnis digital, seit dem 1. Juli 2026 gibt es bei Genehmigung eine vorläufige Erlaubnis, und vier thailändische Beschäftigte plus 2 Mio. THB pro Ausländer bleiben Pflicht. Diese Seite geht die Kette Schritt für Schritt durch — Zuständigkeiten, Gebühren, typische Ablehnungsgründe
Kurz gesagt: Ohne Arbeitserlaubnis (ใบอนุญาตทำงาน, Work Permit) darf in Thailand niemand aus dem Ausland arbeiten. Ausgestellt wird sie vom Department of Employment nach dem Notstandsdekret über die Beschäftigung von Ausländern B.E. 2560 (2017), und zwar immer auf einen namentlich benannten thailändischen Arbeitgeber — zusammen mit einem Non-Immigrant-Visum der Kategorie „B“ und einer passenden Aufenthaltsverlängerung nach dem Einwanderungsgesetz B.E. 2522. Die Reihenfolge liegt fest: Der Arbeitgeber beantragt vor der Einreise die WP.3-Vorabgenehmigung, die Arbeitskraft holt das Non-B-Visum im Ausland ab, danach reicht der Arbeitgeber im System e-Work Permit ein — Pflicht seit dem 13. Oktober 2025. Seit dem 1. Juli 2026 stellt das System bei Genehmigung eine vorläufige Erlaubnis WP.62 aus, sodass die Arbeit sofort beginnen kann. Nachweisen muss eine reguläre Gesellschaft 4 thailändische Beschäftigte und 2 Mio. THB eingezahltes Kapital pro Ausländer; außerhalb der Quote stehen BOI-geförderte Unternehmen und LTR-Inhaber. Keiner der 27 den Thailändern vorbehaltenen Berufe darf betroffen sein, und das DTV ist keine Arbeitserlaubnis. Diese Seite fasst den Stand für Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, die Mitarbeitende nach Thailand entsenden; geschrieben vom Aniday-Team, das diese Anträge über Anidays Partnergesellschaft in Thailand abwickelt. Geprüft am 7. September 2026.
Welches Gesetz gilt — und welches nicht mehr?
Maßgeblich ist das Notstandsdekret über die Beschäftigung von Ausländern B.E. 2560 (2017) in der Fassung des Notstandsdekrets (Nr. 2) B.E. 2561 (2018). Es hat den Alien Working Act B.E. 2551 (2008) abgelöst, verlangt von jedem Ausländer eine auf einen bestimmten Arbeitgeber ausgestellte Erlaubnis und enthält den Sanktionskatalog. Die Änderung von 2018 hat die Sanktionen von 2017 entschärft und die 15-Tage-Anzeigepflicht des Arbeitgebers eingeführt. Wo ein Leitfaden für eine Arbeitskraft ohne Erlaubnis noch Freiheitsstrafen nennt, steht der überholte Text.
Der Aufenthaltsstatus folgt einem eigenen Gesetz und einer eigenen Behörde: Das Einwanderungsgesetz B.E. 2522 (1979), vollzogen vom Immigration Bureau der thailändischen Polizei, regelt das Non-Immigrant-B-Visum, die jährliche Aufenthaltsverlängerung, Wiedereinreisegenehmigungen und die 90-Tage-Adressmeldung. Die Kriterien, die das Immigration Bureau bei der Verlängerung des Aufenthalts zu Beschäftigungszwecken anwendet — einschließlich der Kapital- und Personalprüfung —, stehen in Anordnungen des Immigration Bureau und nicht im Dekret; zuletzt wird die Anordnung Nr. 12/2568 (2025) des Immigration Bureau genannt.
Drei Rechtsakte haben das Verfahren zuletzt verändert. Die Bekanntmachung des Arbeitsministeriums über Ausländern verbotene Arbeiten B.E. 2563 (2020) ist die aktuelle Liste der vorbehaltenen Berufe. Das System e-Work Permit des Department of Employment hat das Papierverfahren zum 13. Oktober 2025 abgelöst. Und die Bekanntmachung des Department mit Wirkung zum 1. Juli 2026 hat die vorläufige Arbeitserlaubnis WP.62 geschaffen. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560 in der Fassung von (Nr. 2) B.E. 2561; Einwanderungsgesetz B.E. 2522; MOL-Bekanntmachung B.E. 2563; DOE-Bekanntmachung über vorläufige Arbeitserlaubnisse, Royal Gazette vom 9. Juli 2026.
Vom Angebot bis zum ersten Arbeitstag: fünf Schritte
Fünf Schritte verteilen sich auf das Department of Employment und das Immigration Bureau, und die Reihenfolge liegt fest. Das Visum setzt die Vorabgenehmigung voraus, die Erlaubnis das Visum und die Aufenthaltsverlängerung die Erlaubnis.
| # | Schritt | Wer reicht ein, wo | Was Sie erhalten |
|---|---|---|---|
| 1 | WP.3-Vorabgenehmigung | Der thailändische Arbeitgeber beim Department of Employment (Office of Foreign Workers Administration in Bangkok oder das Arbeitsamt der Provinz), bevor die Arbeitskraft einreist | Ein Genehmigungsschreiben des Arbeitsministeriums, das die Botschaft für das Visum verlangt |
| 2 | Non-Immigrant-Visum „B“ | Die Arbeitskraft bei einer thailändischen Botschaft oder einem Konsulat im Ausland oder über das thailändische e-Visa-Portal, mit dem WP.3-Schreiben und den Unternehmensdokumenten des Arbeitgebers | Eine Einreise, 3 Monate gültig, 90 Tage Aufenthalt (2.000 THB); oder mehrere Einreisen, 1 Jahr gültig (5.000 THB) |
| 3 | e-Work Permit | Der Arbeitgeber im e-Work-Permit-System des DOE, nachdem die Arbeitskraft mit dem Non-B eingereist ist; Identität des Arbeitgebers über die App ThaiID nachgewiesen | Digitale Arbeitserlaubniskarte mit QR-Code; seit dem 1. Juli 2026 bei Genehmigung eine vorläufige Erlaubnis WP.62 |
| 4 | Aufenthaltsverlängerung | Die Arbeitskraft beim Immigration Bureau, bevor der 90-Tage-Aufenthalt des Non-B abläuft, mit der Erlaubnis und den Steuer- und Sozialversicherungsmeldungen des Arbeitgebers | Einjährige Aufenthaltsverlängerung (1.900 THB), jährlich zusammen mit der Erlaubnis erneuert |
| 5 | Laufender Status | Arbeitskraft und Arbeitgeber: 90-Tage-Adressmeldung (TM.47), Wiedereinreisegenehmigung vor jeder Auslandsreise (TM.8), Wohnsitzanzeige TM.30, Anmeldung zur Sozialversicherung | Die Akte, die einer Prüfung standhält |
Beachten Sie, was nicht auf der Liste steht. Es gibt keinen Weg, der damit beginnt, dass die Person visumfrei einreist und „es später regelt“: Ab dem 15. September 2026 beträgt die visumfreie Einreise für die 60 berechtigten Staatsangehörigkeiten 30 Tage, und ein Statuswechsel innerhalb Thailands liegt im Ermessen der Behörde und dauert lange. Es gibt auch keine Übertragung einer Erlaubnis zwischen Arbeitgebern. Das Non-B muss im Ausland auf Grundlage der WP.3 des Arbeitgebers eingeholt werden, und jeder Schritt danach ist an diesen Arbeitgeber gebunden. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560; Einwanderungsgesetz B.E. 2522 §§ 35 und 37.
Die 4:1-Quote und die 2 Mio. THB — wen trifft es, wer ist ausgenommen?
Für jede Arbeitserlaubnis eines Ausländers braucht eine reguläre thailändische Gesellschaft vier sozialversicherungspflichtig gemeldete thailändische Beschäftigte und 2 Mio. THB voll eingezahltes Stammkapital. Beide Werte werden nicht nur beim Erstantrag geprüft, sondern bei jeder jährlichen Verlängerung erneut. An diesen zwei Zahlen hängt, wie viele Ausländer eine Gesellschaft sponsern kann — und sie müssen bei der beschäftigenden Gesellschaft liegen, nicht beim Kunden.
| Arbeitgebertyp | Prüfung thailändisches Personal | Kapitalprüfung | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Reguläre thailändische Gesellschaft | 4 thailändische Beschäftigte pro Ausländer, nachgewiesen über die Sozialversicherungsmeldungen | 2 Mio. THB eingezahltes Kapital pro Ausländer | Manche Berater beschreiben eine alternative Prüfung „1 Ausländer je 50 thailändische Beschäftigte, höchstens 5“ und eine Obergrenze von 10 Ausländern unter der Kapitalprüfung; behandeln Sie 4:1 plus 2 Mio. THB als die Regel, die DOE und Einwanderungsbehörde anwenden, und klären Sie jede Variante mit der zuständigen Stelle |
| Gesellschaft in ausländischer Mehrheit nach dem Foreign Business Act | 4:1 | Von einigen Kanzleien mit 3 Mio. THB pro Ausländer angegeben | Durch Verordnung festgelegt; klären Sie den aktuellen Wert mit Aniday, bevor Sie darauf bauen |
| BOI-gefördertes Unternehmen | Nicht angewandt — Positionen nach dem Investment Promotion Act genehmigt | Nicht angewandt | Bearbeitung über das BOI Single Window; Erlaubnis in 1–3 Arbeitstagen |
| Repräsentanz, Regionalbüro oder Niederlassung | 1:1 | Von der Kapital- und Jahresabschlussprüfung befreit | Tätigkeitsumfang durch die Bürolizenz begrenzt |
| Inhaber eines LTR-Visums | Entfällt | Entfällt | Digitale Arbeitserlaubnis 3.000 THB pro Jahr; 17 % Pauschalsteuer für Highly Skilled Professionals |
| Mit einem thailändischen Staatsangehörigen verheiratet | In der Praxis gelockert | Kapitalanforderung in der Praxis halbiert | Umgeht die übrigen Anforderungen nicht; weiterhin Ermessen |
| Ermessenskategorien | Technologietransfer, Auftragnehmer der Regierung, Regionen mit Arbeitskräftemangel, Investitionsberatung, Tourismus | Ermessen des Sachbearbeiters; bauen Sie keinen Plan darauf | |
Warum das bei einem EOR mehr zählt als bei der eigenen Gesellschaft. Die Erlaubnis nennt den Arbeitgeber, und geprüft werden Personal und Kapital des Arbeitgebers. Eine EOR-Gesellschaft, die zehn ausländische Fachkräfte sponsert, muss vierzig thailändische Beschäftigte und 20 Mio. THB eingezahltes Kapital in den eigenen Büchern führen — oder eine BOI-Förderung halten. Wenn Sie einen EOR-Anbieter für Thailand bewerten, fragen Sie, wie viele ausländische Erlaubnisse seine Gesellschaft derzeit trägt und mit welchem Kapital — die Kapazität, nicht der Preis, ist der Engpass. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560; Anordnung Nr. 12/2568 (2025) des Immigration Bureau, wie berichtet; Investment Promotion Act B.E. 2520 für BOI-Unternehmen.
Welche Berufe bleiben Thailändern vorbehalten?
Die Bekanntmachung des Arbeitsministeriums B.E. 2563 (2020) führt 40 Berufe in vier Listen; 27 davon sind thailändischen Staatsangehörigen absolut vorbehalten und lassen sich überhaupt nicht genehmigen. Die drei übrigen Listen sind bedingt geöffnet — unter einem internationalen Abkommen, für qualifizierte oder angelernte Kräfte oder unter einem zwischenstaatlichen MoU. Genau dort entscheidet die Formulierung der Stellenbeschreibung darüber, ob ein Antrag in Schwierigkeiten gerät oder nicht.
| Liste | Status | Beispiele |
|---|---|---|
| Liste 1 — 27 Berufe | Absolut verboten; keine Erlaubnis möglich | Holzschnitzerei, Führen von Kraftfahrzeugen, Friseur- und Kosmetikhandwerk, Thai-Massage, Reiseführung, Rechtsberatung, Handweberei, Straßenhandel, thailändisches Kunsthandwerk, Sekretariats- und Büroarbeiten, Auktionswesen |
| Liste 2 | Nur zulässig, wo ein von Thailand ratifiziertes internationales Abkommen es erlaubt | Rechnungswesen, Bauingenieurwesen, Architektur — im Rahmen der gegenseitigen Anerkennung innerhalb der ASEAN |
| Liste 3 | Zulässig für qualifizierte oder angelernte Kräfte | Landwirtschaft, Bauhandwerk, Töpferei und Keramik |
| Liste 4 | Zulässig unter zwischenstaatlichen MoUs | Hilfsarbeiten, Verkaufspersonal im Einzelhandel |
Die praktische Falle ist der Eintrag „Büro- und Sekretariatsarbeiten“ in Liste 1. Eine Stellenbeschreibung für eine Assistenz der Geschäftsführung, eine Büroleitung oder eine „Koordinator“-Rolle liest der Registrar als vorbehaltene Büroarbeit — und lehnt ab. Die Erlaubnis legt außerdem Arbeitgeber, Stellenbezeichnung, Aufgaben und Arbeitsort fest; ein Ausländer, der außerhalb dieser Beschreibung tätig wird, arbeitet für diese Tätigkeit ohne Erlaubnis. Wo die Person regelmäßig beim Kunden vor Ort sein wird, sollte dieser Standort als zusätzlicher Arbeitsort in der Erlaubnis eingetragen werden. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560 § 7; MOL-Bekanntmachung über Ausländern verbotene Arbeiten B.E. 2563 (2020).
e-Work Permit und die vorläufige Erlaubnis WP.62
Seit dem 13. Oktober 2025 laufen Neuantrag, Verlängerung, Änderung, Anzeige und Löschung über das e-Work-Permit-System des Department of Employment, und die Erlaubnis ist eine digitale Karte statt eines blauen Buchs. Die manuelle Einreichung blieb nur als Rückfalloption bei Systemausfällen bestehen — bis zum 28. Januar 2026 und im Rahmen einer verlängerten Erleichterungsmaßnahme bis zum 28. Juli 2026. Den Papierweg sollten Sie als geschlossen betrachten.
| Punkt | Regel |
|---|---|
| Registrierung des Arbeitgebers | Der Arbeitgeber registriert sich im System und weist seine Identität über die App ThaiID nach; ein zeichnungsberechtigter Vertreter oder eine bevollmächtigte Person reicht ein |
| Bearbeitungszeit | Bangkok 7–10 Arbeitstage; Provinzämter 10–12 Arbeitstage; BOI Single Window 1–3 Arbeitstage |
| Vorläufige Arbeitserlaubnis WP.62 (ab 1. Juli 2026) | Wird ausgestellt, wenn der Registrar einen e-Work-Permit-Antrag genehmigt, die digitale Karte aber noch nicht produziert werden kann; der Inhaber darf ab diesem Datum arbeiten. Sie trägt ein eigenes Gültigkeitsdatum und erlischt, sobald die reguläre Erlaubnis ausgestellt wird oder wenn die verbleibenden Schritte — biometrische Erfassung, Abholung der Karte — nicht abgeschlossen werden |
| Format der Erlaubnis | Digitale Arbeitserlaubnis im Kreditkartenformat mit QR-Code und Barcode; online verifizierbar; muss während der Arbeitszeit auf Verlangen vorgezeigt werden können |
| Benachrichtigungen | Statusmeldungen per E-Mail, SMS und LINE; dasselbe System dient den 15-Tage-Anzeigen des Arbeitgebers über Einstellung und Beendigung |
| BOI-Unternehmen | Nutzen weiterhin das BOI Single Window, das mit dem DOE-System verknüpft wurde |
Was die vorläufige Erlaubnis ändert — und was nicht. Sie beseitigt die Leerlaufzeit zwischen Genehmigung und Kartenproduktion — bisher ein bis zwei Wochen, in denen sich die Person mit einem Non-B in Thailand aufhielt, aber nicht legal arbeiten durfte. Sie ändert nichts daran, wer für wen und in welcher Funktion arbeiten darf, und sie verkürzt die Prüfung durch den Registrar nicht. Betrachten Sie sie als Beschleuniger für den Starttermin, nicht als Abkürzung. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560 §§ 59–62 und 67 (Antrags-, Anzeige- und Verlängerungswege); DOE-Bekanntmachung über die vorläufige Arbeitserlaubnis WP.62, in Kraft seit dem 1. Juli 2026, Royal Gazette vom 9. Juli 2026.
Was kostet es an staatlichen Gebühren?
Eine einjährige Arbeitserlaubnis kostet 3.100 THB — 100 THB Antragsgebühr plus 3.000 THB Erlaubnisgebühr —, jede jährliche Verlängerung 3.000 THB. Auf der ausländerrechtlichen Seite kommen das Visum, die Aufenthaltsverlängerung und die Wiedereinreisegenehmigung hinzu, dazu Legalisation, Übersetzung, ärztliches Attest und Servicegebühren.
| Position | Gebühr (THB) | Behörde |
|---|---|---|
| Antragsgebühr Arbeitserlaubnis | 100 | Department of Employment |
| Erlaubnisgebühr nach Gültigkeit | 750 für bis zu 3 Monate; 1.500 für 3–6 Monate; 3.000 für 6–12 Monate | Department of Employment |
| Verlängerung, pro Jahr | 3.000 | Department of Employment |
| Änderungen | 1.000 je Änderung der Aufgaben oder des Arbeitsorts; 3.000 für das Hinzufügen oder Entfernen eines Arbeitgebers; 500 für eine Ersatzerlaubnis | Department of Employment |
| Non-Immigrant-B-Visum | 2.000 eine Einreise; 5.000 mehrere Einreisen | Außenministerium |
| Aufenthaltsverlängerung, 1 Jahr | 1.900 | Immigration Bureau |
| Wiedereinreisegenehmigung | 1.000 einfach; 3.800 mehrfach | Immigration Bureau |
| Ärztliches Attest | 500–1.500 | Thailändisches Krankenhaus oder Klinik |
| LTR-Visum (alternativer Weg) | 50.000 pro Person; digitale Arbeitserlaubnis 3.000 pro Jahr | BOI / Immigration Bureau |
Zur „Antragsgebühr von 750 THB“, die Sie zitiert finden werden: Das ist die Erlaubnisgebühr für eine Erlaubnis von bis zu drei Monaten, nicht die Antragsgebühr. Der gesetzliche Tarif nach der Gebührenverordnung zum Dekret lautet 100 THB für den Antrag plus die gültigkeitsabhängige Erlaubnisgebühr. Die typischen Gesamtkosten einschließlich eines externen Anbieters liegen bei einem unkomplizierten Fall im Bereich von 30.000–60.000 THB. Rechtsgrundlagen: Ministerialverordnung über Gebühren nach dem Notstandsdekret B.E. 2560; Ministerialverordnung über Visagebühren nach dem Einwanderungsgesetz B.E. 2522.
Welche Unterlagen brauchen Sie — und genügt eine Apostille?
Über den Antrag entscheidet die Akte des Arbeitgebers, nicht die der Arbeitskraft: Steuer-, Umsatzsteuer- und Sozialversicherungsmeldungen, die die vier thailändischen Beschäftigten und das Kapital belegen. Für ausländische Urkunden bleibt es vorerst bei der vollständigen konsularischen Legalisation — Thailands Beitritt zum Apostille-Übereinkommen wird erst am 28. Februar 2027 wirksam.
| Partei | Dokument | Anforderung |
|---|---|---|
| Arbeitgeber | Handelsregisterauszug (Company Affidavit) und Gesellschafterliste | Nicht älter als 6 Monate; eingezahltes Kapital ersichtlich |
| Arbeitgeber | Umsatzsteuerregistrierung und PP.30-Erklärungen; PND.1-Lohnsteuererklärungen | Letzte Monate; müssen die thailändischen Beschäftigten ausweisen |
| Arbeitgeber | Sozialversicherungsmeldungen (SPS 1-10) | Nachweis der 4 thailändischen Beschäftigten pro Ausländer |
| Arbeitgeber | Geprüfter Jahresabschluss | Letztes Jahr; eine Verluste schreibende oder ruhende Gesellschaft zieht Prüfungen auf sich |
| Arbeitgeber | Lageplan des Büros, Fotos, Mietvertrag; Arbeitsvertrag; Stellenbeschreibung | Stellenbezeichnung und Aufgaben müssen Formulierungen aus Liste 1 vermeiden |
| Arbeitskraft | Reisepass mit Non-Immigrant-B-Visum | Mindestens 6 Monate gültig; für eine volle einjährige Verlängerung mehr |
| Arbeitskraft | Abschluss- oder Qualifikationszeugnisse, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse | Keine gesetzliche Abschlusspflicht, doch der Registrar erwartet zur Stelle passende Qualifikationen; ausländische Dokumente konsularisch legalisiert und übersetzt |
| Arbeitskraft | Thailändisches ärztliches Attest | Von einer thailändischen Klinik, bescheinigt das Fehlen von Lepra, Tuberkulose, Drogensucht, Alkoholismus und Elephantiasis; nicht älter als 30 Tage |
| Arbeitskraft | Fotos | 3 × 4 cm, nicht älter als 6 Monate |
| Arbeitskraft | Führungszeugnis | Ab Juli 2026 sollen fingerabdruckbasierte Prüfungen für bestimmte ausländerrechtliche Verlängerungen gelten; klären Sie vor der Einreichung, ob die konkrete Verlängerungskategorie betroffen ist |
Legalisation bis zum 27. Februar 2027: Beglaubigung durch das Außenministerium des Ausstellungslands, Legalisation durch die dortige thailändische Botschaft oder das Konsulat, dann die Legalisation Division des thailändischen Außenministeriums in Bangkok, dann beglaubigte thailändische Übersetzung. Ab dem 28. Februar 2027 braucht eine öffentliche Urkunde aus einem anderen Vertragsstaat nur noch eine Apostille — doch die Übersetzungspflicht bleibt, und eine Apostille bestätigt die Unterschrift, nicht den Inhalt. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560; Einwanderungsgesetz B.E. 2522; Haager Übereinkommen vom 5. Oktober 1961, Beitritt hinterlegt am 30. Juni 2026, für Thailand in Kraft ab dem 28. Februar 2027.
Laufzeit, Verlängerung und das Ende des Arbeitsverhältnisses
Erteilt wird jeweils für bis zu ein Jahr, im Gleichlauf mit der Aufenthaltsverlängerung und mit derselben Personal- und Kapitalprüfung bei jeder Erneuerung. Endet das Arbeitsverhältnis, laufen zwei Fristen an: 15 Tage für den Arbeitgeber, 7 Tage für die beschäftigte Person.
| Punkt | Regel |
|---|---|
| Gültigkeit | Bis zu 1 Jahr, nie über die Aufenthaltsverlängerung hinaus; 2 Jahre möglich für BOI und bestimmte Kategorien |
| Verlängerung | Vor Ablauf im e-Work-Permit-System einreichen — 60–90 Tage vorher beginnen, damit die Aufenthaltsverlängerung folgen kann; das DOE empfiehlt mindestens 30 Tage. Die 4:1-Quote und die 2-Mio.-THB-Prüfung werden erneut angewandt |
| Mindestgehalt für die Aufenthaltsverlängerung | Die Einwanderungsbehörde wendet eine nach Staatsangehörigkeit gestaffelte Monatsuntergrenze an: 50.000 THB für Westeuropa, Nordamerika, Australien, Japan, Korea, Taiwan, Hongkong und Singapur; 35.000 THB für andere asiatische Staatsangehörigkeiten; 25.000 THB für Afrika sowie Mittel- und Südamerika |
| Arbeitgeberwechsel | Keine Übertragung. Die alte Erlaubnis wird gelöscht, und der neue Arbeitgeber stellt einen neuen Antrag — und muss die Quoten- und Kapitalprüfung selbst bestehen |
| Änderung von Aufgaben oder Arbeitsort | Änderung im e-Work-Permit-System vor der Umstellung; 1.000 THB |
| Beendigung | Der Arbeitgeber informiert das DOE und lässt die Erlaubnis innerhalb von 15 Tagen nach dem letzten Arbeitstag löschen (Geldbuße bis 20.000 THB) und benachrichtigt die Einwanderungsbehörde; die Aufenthaltsverlängerung erlischt mit der Erlaubnis |
| Nach der Löschung | Der Mitarbeiter hat 7 Tage, um Thailand zu verlassen oder einen anderen Status zu erlangen; die Löschung im e-Work-Permit-System selbst dauert 5–7 Arbeitstage |
| Familienangehörige | Ehepartner und Kinder erhalten Non-Immigrant-„O“-Visa für Angehörige und Verlängerungen, die an den Hauptinhaber gebunden sind; keine Arbeitserlaubnis ohne eigene Erlaubnis |
Planen Sie die Ausreise bewusst. Erst die Erlaubnis löschen und dann feststellen, dass die Person noch eine Woche zum Packen braucht — so beginnen Overstays. In der Praxis reicht der Arbeitgeber die DOE-Löschung innerhalb der Kündigungsfrist mit dem letzten Arbeitstag als Wirksamkeitsdatum ein, die Arbeitskraft besorgt sich vorher eine Wiedereinreisegenehmigung oder wechselt den Status, wenn sie bleiben will, und die Benachrichtigung der Einwanderungsbehörde geht am selben Tag hinaus wie die DOE-Löschung. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560 in der Fassung von (Nr. 2) B.E. 2561 (Anzeigepflichten des Arbeitgebers); Einwanderungsgesetz B.E. 2522; Kriterien des Immigration Bureau für die Aufenthaltsverlängerung.
Pflichten nach der Erteilung: 90-Tage-Meldung, Wiedereinreise, Sozialversicherung
Vier wiederkehrende Pflichten halten den Status nach Ausstellung der Erlaubnis aufrecht; drei davon liegen bei der beschäftigten Person selbst. Sie sind klein, günstig und schnell vergessen — und jede einzelne hinterlässt einen Eintrag, den die Einwanderungsbehörde bei der nächsten Verlängerung liest.
| Pflicht | Regel | Rechtsakt |
|---|---|---|
| 90-Tage-Meldung (TM.47) | Alle 90 Tage ununterbrochenen Aufenthalts die aktuelle Adresse der Einwanderungsbehörde melden; das Fenster öffnet 15 Tage vor und schließt 7 Tage nach dem Stichtag; online, persönlich oder per Post. Verspätet: 2.000 THB; bis 5.000 THB bei Feststellung durch einen Beamten, plus 200 THB pro Tag. Eine Ausreise setzt die Zählung zurück | Einwanderungsgesetz B.E. 2522 § 37(5) |
| Wiedereinreisegenehmigung (TM.8) | Vor jeder Ausreise erforderlich, sonst erlischt die Aufenthaltsverlängerung beim Verlassen des Landes; 1.000 THB einfach, 3.800 THB mehrfach; erhältlich bei der Einwanderungsbehörde und an den internationalen Flughäfen | Einwanderungsgesetz B.E. 2522 § 39 |
| Wohnsitzanzeige TM.30 | Der „Hausherr“ — Vermieter, Hotel oder Arbeitgeber, der die Unterkunft stellt — meldet der Einwanderungsbehörde den Einzug des Ausländers innerhalb von 24 Stunden | Einwanderungsgesetz B.E. 2522 § 38 |
| Sozialversicherungsfonds | Pflicht für ausländische Beschäftigte eines thailändischen Arbeitgebers: 5 % Arbeitgeber und 5 % Arbeitnehmer auf Löhne bis zur Obergrenze von 17.500 THB pro Monat ab dem 1. Januar 2026 — maximal 875 THB je Seite und Monat (zuvor 750 THB bei der alten Obergrenze von 15.000 THB). Die Obergrenze steigt 2029 auf 20.000 THB und 2032 auf 23.000 THB | Sozialversicherungsgesetz B.E. 2533; Ministerialverordnung vom 11. Dezember 2025 |
| Mitführen der Erlaubnis | Die digitale Erlaubnis muss während der Arbeitszeit auf Verlangen vorgezeigt werden können; Geldbuße bis 1.000 THB (manche Quellen nennen höhere Beträge) | Notstandsdekret B.E. 2560 |
| Steuerliche Ansässigkeit | 180 Tage oder mehr in einem Kalenderjahr machen die Arbeitskraft in Thailand steuerlich ansässig; Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit werden mit progressiven Sätzen bis 35 % über den monatlichen Lohnsteuerabzug besteuert, und nach Thailand überwiesene ausländische Einkünfte sind steuerpflichtig | Revenue Code § 41 |
Die Sozialversicherung ist der Posten, der in diesem Jahr Gehaltsbudgets verändert: Die Anhebung der Obergrenze 2026 hat den monatlichen Höchstbeitrag von 750 THB auf 875 THB je Seite erhöht, und die stufenweisen Anhebungen bis 2032 sind bereits im Amtsblatt veröffentlicht. Sie zählt auch für die Quotenprüfung — die vier thailändischen Beschäftigten pro Ausländer werden aus diesen Meldungen gezählt. Rechtsgrundlagen: Einwanderungsgesetz B.E. 2522 §§ 37–39; Sozialversicherungsgesetz B.E. 2533 und Ministerialverordnung vom 11. Dezember 2025; Revenue Code.
BOI, LTR, SMART und DTV — was taugt wofür?
Drei dieser vier Wege führen tatsächlich zu einer legalen Tätigkeit für einen thailändischen Arbeitgeber, mit weniger Auflagen. Der vierte, das DTV, ist überhaupt keine Arbeitserlaubnis. Und ausgerechnet das DTV halten Kandidatinnen und Kandidaten am häufigsten schon in der Hand.
| Weg | Was er ist | Arbeit für einen thailändischen Arbeitgeber? |
|---|---|---|
| BOI-gefördertes Unternehmen | Eine Gesellschaft mit Investitionsförderungszertifikat; ausländische Experten werden nach dem Investment Promotion Act genehmigt und über das BOI Single Window in 1–3 Arbeitstagen bearbeitet; Quoten- und Kapitalprüfung nicht angewandt | Ja — für das geförderte Unternehmen, in der genehmigten Position |
| LTR-Visum (Long-Term Resident) | 10 Jahre (5 + 5), 50.000 THB, vom BOI verwaltet. Vier Kategorien: Wealthy Global Citizens, Wealthy Pensioners, Work-from-Thailand Professionals (bei einem ausländischen Unternehmen angestellt; Einkommen rund 80.000 US$ pro Jahr, Umsatz des Arbeitgebers 50 Mio. US$ über 3 Jahre) und Highly Skilled Professionals (in Thailand in Zielbranchen beschäftigt, 80.000 US$ oder mit höherem Abschluss weniger). Vorteile: digitale Arbeitserlaubnis 3.000 THB pro Jahr, 4:1-Quote entfällt, 17 % Pauschalsteuer für Highly Skilled Professionals, jährliche statt 90-Tage-Meldung, Fast Track bei der Einreise. Die Anforderungen wurden 2025 gelockert | Ja — Kategorie Highly Skilled Professional, mit der digitalen LTR-Arbeitserlaubnis |
| SMART-Visum | Seit der Neuordnung 2025 sind nur noch SMART S (Start-up-Gründer) und SMART O (Angehörige) offen; die Kategorien Talent, Investor und Executive wurden geschlossen und Antragsteller auf das LTR verwiesen | Nur für den Gründer des eigenen Start-ups; kein Beschäftigungsweg |
| DTV (Destination Thailand Visa) | Fünfjähriges Visum für mehrfache Einreisen, 180 Tage je Einreise mit einer Verlängerung um 180 Tage (1.900 THB), Gebühr 10.000 THB, 500.000 THB Guthaben über 3 Monate gehalten. Für Remote-Arbeitskräfte, Freelancer und Teilnehmer an „Soft-Power“-Programmen. Ab dem 31. August 2026 werden Anträge nur noch bei der Botschaft des Staatsangehörigkeits- oder Wohnsitzlands angenommen, und ein höchstens 6 Monate altes Führungszeugnis ist erforderlich | Nein. Nur Remote-Arbeit für ausländische Arbeitgeber und Kunden. Es trägt keine thailändische Arbeitserlaubnis und lässt sich im Land nicht in eine umwandeln; wer damit für eine thailändische Gesellschaft arbeitet, arbeitet ohne Erlaubnis |
Das DTV-Gespräch, das Sie mit einem Kandidaten führen sollten. „Ich habe schon ein Fünfjahresvisum“ ist wahr und unerheblich. Das DTV erlaubt die Anwesenheit, nicht die Beschäftigung durch eine thailändische Gesellschaft, und seine 180-Tage-Aufenthalte machen den Inhaber in Thailand steuerlich ansässig, ohne ihm das Recht zu geben, auf einer thailändischen Gehaltsabrechnung zu stehen. Um die Person einzustellen, reist sie aus, holt im Ausland ein Non-B auf Grundlage der WP.3 des Arbeitgebers ein, und das reguläre Verfahren läuft — das DTV bleibt einfach ungenutzt, solange der Non-B-Status besteht. Rechtsgrundlagen: Investment Promotion Act B.E. 2520; Kabinettsbeschlüsse zur Einführung des LTR (2022) und des DTV (2024) sowie die LTR- und SMART-Revisionen 2025; Einwanderungsgesetz B.E. 2522; Notstandsdekret B.E. 2560 § 8.
Was kostet Arbeit ohne Erlaubnis?
Die Arbeitskraft zahlt 5.000–50.000 THB und wird abgeschoben; der Arbeitgeber zahlt 10.000–100.000 THB pro Ausländer, im Wiederholungsfall bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe und/oder 50.000–200.000 THB pro Ausländer sowie ein dreijähriges Verbot, überhaupt Ausländer zu beschäftigen. Die Freiheitsstrafe für die Arbeitskraft hat das Notstandsdekret (Nr. 2) B.E. 2561 aus dem Text von 2017 gestrichen; Leitfäden, die dort noch fünf Jahre nennen, sind veraltet.
| Verstoß | Sanktion |
|---|---|
| Ausländer arbeitet ohne Erlaubnis oder außerhalb der erlaubten Tätigkeit | Geldbuße 5.000–50.000 THB; Abschiebung; in der Praxis danach für eine gewisse Zeit keine neue Erlaubnis |
| Arbeitgeber beschäftigt einen Ausländer ohne Erlaubnis oder in nicht erlaubter Tätigkeit | Geldbuße 10.000–100.000 THB pro Ausländer. Wiederholung: Freiheitsstrafe bis 1 Jahr und/oder Geldbuße 50.000–200.000 THB pro Ausländer sowie ein 3-jähriges Verbot der Beschäftigung von Ausländern |
| Arbeitgeber zeigt Einstellung oder Beendigung nicht innerhalb von 15 Tagen beim DOE an | Geldbuße bis 20.000 THB pro Ausländer |
| Dringende und notwendige Arbeit ohne die erforderliche Anzeige | Geldbuße bis 50.000 THB |
| Einbehalten von Reisepass oder Erlaubnis einer ausländischen Arbeitskraft | Freiheitsstrafe bis 6 Monate und/oder Geldbuße 10.000–100.000 THB pro Arbeitskraft |
| Erlaubnis auf Verlangen nicht vorgezeigt | Geldbuße bis 1.000 THB (Quellen weichen ab; manche nennen bis 5.000 THB) |
| Overstay | 500 THB pro Tag, gedeckelt bei 20.000 THB; Einreisesperren von 1 bis 10 Jahren je nach Dauer und danach, ob sich die Person gestellt hat oder festgenommen wurde — Werte weithin zitiert, aber in keiner offiziellen Quelle von 2026 erneut bestätigt; klären Sie sie mit der Einwanderungsbehörde |
Die Kontrollen sind aktiv und sichtbar. Department of Employment und Einwanderungsbehörde führen gemeinsame Prüfungen ausländischer Arbeitskräfte in Büros durch, nicht nur auf Baustellen, und die digitale Erlaubnis macht die Kontrolle sofort möglich — der Beamte scannt den QR-Code und sieht Arbeitgeber, Stellenbezeichnung und Arbeitsort. Der häufigste Befund lautet nicht „keine Erlaubnis“, sondern „falsche Tätigkeit“: ein Ausländer mit einer Erlaubnis für einen Arbeitgeber oder einen Standort, der für einen anderen arbeitet. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560 in der Fassung von (Nr. 2) B.E. 2561, §§ 101 und 102 (Sanktionen für Arbeitskraft und Arbeitgeber); Einwanderungsgesetz B.E. 2522 § 81 (Overstay).
Wie lange dauert es realistisch?
Rechnen Sie mit 4 bis 8 Wochen vom unterschriebenen Angebot bis zum ersten legalen Arbeitstag; die vorläufige Erlaubnis WP.62 nimmt inzwischen ein bis zwei Wochen Leerlauf aus dem hinteren Teil. Auf dem kritischen Pfad liegen die Dokumentenakte des Arbeitgebers und die konsularische Legalisation des Abschlusses.
| Schritt | Realistische Dauer |
|---|---|
| Arbeitgeberakte zusammenstellen; Abschluss und Arbeitszeugnisse der Arbeitskraft legalisieren und übersetzen | 2–4 Wochen — die entscheidende Variable bis zum 28. Februar 2027 |
| WP.3-Vorabgenehmigung beim DOE | Etwa 1 Woche |
| Non-Immigrant-B-Visum bei der Botschaft oder per e-Visa | 3–7 Arbeitstage |
| Reise, ärztliches Attest in Thailand | 2–3 Tage |
| e-Work-Permit-Antrag bis zur Genehmigung | 7–10 Arbeitstage in Bangkok; 10–12 in den Provinzen; 1–3 über das BOI. Vorläufige Erlaubnis WP.62 bei Genehmigung — die Arbeit kann beginnen |
| Digitale Erlaubniskarte, biometrische Erfassung | 1–2 Wochen, parallel zur Arbeit |
| Einjährige Aufenthaltsverlängerung bei der Einwanderungsbehörde | In den meisten Fällen Entscheidung am selben Tag; vor Ablauf des 90-Tage-Aufenthalts des Non-B einreichen |
| Gesamt | 4–8 Wochen typisch; BOI 2–3 Wochen |
Wenn Sie in 60 Tagen jemanden im Einsatz brauchen, muss das Angebot diese Woche unterschrieben und die Steuer- und Sozialversicherungsakte des Arbeitgebers als sauber bestätigt sein, und der Abschluss der Arbeitskraft sollte zur Legalisation bei der thailändischen Botschaft liegen, bevor die WP.3 eingereicht wird. Rechtsgrundlagen: Notstandsdekret B.E. 2560; DOE-Bekanntmachung über vorläufige Arbeitserlaubnisse, in Kraft seit dem 1. Juli 2026.
Warum werden Anträge abgelehnt oder verzögert?
Fast immer liegt es am Arbeitgeber, nicht an der Arbeitskraft. Typisch sind Beschäftigte, die in den Sozialversicherungsmeldungen fehlen, Kapital, das zwar eingetragen, aber nicht eingezahlt ist, oder eine Stellenbeschreibung, die sich wie vorbehaltene Büroarbeit liest.
| Ursache | Prävention |
|---|---|
| Weniger als 4 thailändische Beschäftigte pro Ausländer in den Sozialversicherungsmeldungen | Aus den SPS-1-10-Meldungen zählen, nicht aus dem Organigramm; thailändisches Personal vor der Einreichung einstellen und anmelden |
| Stammkapital von 2 Mio. THB pro Ausländer nicht voll eingezahlt | Einzahlen und den Handelsregisterauszug neu ausstellen lassen; die Einwanderungsbehörde prüft den Auszug, nicht die Absicht |
| Stellenbezeichnung oder Aufgaben fallen unter Liste 1 — Sekretariat, Büro, Fahren, Reiseführung | Die Stellenbeschreibung um den fachlichen Kern der Rolle herum formulieren; nie „Assistent“ oder „Koordinator“ ohne qualifizierenden fachlichen Zuschnitt |
| Steuer- oder Umsatzsteuermeldungen des Arbeitgebers fehlen oder sind widersprüchlich | Die letzten 6 Monate PP.30 und PND.1 vor der WP.3 prüfen |
| Arbeitskraft ist visumfrei oder mit Touristenvisum eingereist und hat im Land beantragt | Das Non-B im Ausland auf Grundlage der WP.3 einholen; ein Statuswechsel im Land liegt im Ermessen |
| Ausländischer Abschluss nicht konsularisch legalisiert | Die Legalisationskette bei Angebotszusage starten; eine Apostille wird bis zum 28. Februar 2027 nicht anerkannt |
| Gehalt bei der Verlängerung unter der nach Staatsangehörigkeit gestaffelten Untergrenze | Den Vertrag auf oder über 50.000 / 35.000 / 25.000 THB ansetzen, je nachdem, was gilt |
| Tätigkeit an einem Kundenstandort, der nicht in der Erlaubnis steht | Den Standort als Arbeitsort eintragen, bevor die Person dorthin geht |
| Ausreise ohne Wiedereinreisegenehmigung | Mehrfach-Wiedereinreisegenehmigung bei Ausstellung für jeden, der reist |
| Beendigung nicht innerhalb von 15 Tagen angezeigt | Die Anzeige im Kalender eintragen, sobald die Kündigung angenommen ist |
Was übernimmt Aniday für Sie?
Im Employer-of-Record-Modell steht Anidays Partnergesellschaft in Thailand als Arbeitgeber in der Erlaubnis: Sie beantragt die WP.3, begleitet den Non-B-Antrag, reicht im e-Work-Permit-System ein und trägt die Quoten- und Kapitalprüfung in den eigenen Büchern. So setzen Sie eine Person in Thailand ein, ohne dort eine Gesellschaft zu gründen, ohne BOI-Förderung und ohne das Antragsrisiko selbst zu tragen.
- Kapazitätsprüfung vor dem Angebot. Eine ausländische Einstellung verbraucht vier thailändische Beschäftigte und 2 Mio. THB Kapital der sponsernden Gesellschaft; wir bestätigen den Spielraum, bevor das Angebotsschreiben hinausgeht, statt ihn erst bei der Einwanderungsbehörde zu entdecken.
- Stellenbeschreibung gegen die Liste formuliert. Jede Bezeichnung und jede Aufgabe wird vor der WP.3 gegen die Bekanntmachung B.E. 2563 geprüft, und der Kundenstandort wird als Arbeitsort eingetragen, wo die Person dort tätig sein wird.
- Eine Reihenfolge, die das Visum respektiert. Zuerst die WP.3, das Non-B im Ausland, Einreise, ärztliches Attest, e-Work Permit mit der vorläufigen Erlaubnis WP.62, damit die Arbeit bei Genehmigung beginnt, dann die Aufenthaltsverlängerung vor Ablauf des 90-Tage-Aufenthalts.
- Statuspflege. Mehrfach-Wiedereinreisegenehmigung bei Ausstellung, 90-Tage-Meldungen im Kalender, Sozialversicherung mit der aktuellen Obergrenze von 17.500 THB angemeldet, Gehalt auf oder über der Untergrenze nach Staatsangehörigkeit für die Verlängerung.
- Disziplin bei der Ausreise. Die 15-Tage-Anzeige beim DOE und die Benachrichtigung der Einwanderungsbehörde gehen gemeinsam hinaus, mit einem Wirksamkeitsdatum, das die 7-Tage-Frist des Mitarbeiters nicht zur Überraschung macht.
Eine Seite der Sache bleibt in jedem Fall bei Ihnen. Bindet ein Unternehmen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz die Fachkraft über einen Dienst- oder Werkvertrag statt über einen Arbeitsvertrag, trägt der Auftraggeber das Risiko der Scheinselbstständigkeit; Klarheit schafft dann nur ein Statusfeststellungsverfahren nach § 7a SGB IV. Die A1-Bescheinigung gilt für Entsendungen innerhalb der EU und des EWR, nicht für Thailand — ob ein Sozialversicherungsabkommen greift, klären Sie vor der Ausreise. Die Rechnung von Aniday erhalten Sie ohne Umsatzsteuer im Reverse-Charge-Verfahren; das thailändische Recht übernehmen wir.
Mit Aniday arbeiten 5.000+ Unternehmen und ein Netzwerk aus 50.000+ Headhuntern — EOR, Gehaltsabrechnung und Recruiting aus einer Hand. Lesen Sie mehr über unsere Employer-of-Record-Services, wie Sie international einstellen und ohne eigene lokale Gesellschaft expandieren, oder besuchen Sie den Hub für Arbeitsvisa für weitere asiatische Märkte.
Rechtsquellen
- Notstandsdekret über die Beschäftigung von Ausländern B.E. 2560 (2017) in der Fassung des Notstandsdekrets (Nr. 2) B.E. 2561 (2018) — Department of Employment doe.go.th; e-Work-Permit-System eworkpermit.doe.go.th
- Bekanntmachung des Arbeitsministeriums über Ausländern verbotene Arbeiten B.E. 2563 (2020) — zusammengefasst auf thailand.go.th
- Sanktionskatalog — thailand.go.th (Government Public Relations)
- Anforderungen und Gebühren für das Non-Immigrant-Visum „B“ — Außenministerium; Thai e-Visa thaievisa.go.th
- Einwanderungsgesetz B.E. 2522 (1979) — Aufenthaltsverlängerung, Wiedereinreisegenehmigungen, § 37(5) 90-Tage-Meldung; Immigration Division 1 bangkok.immigration.go.th; TM.47 online tm47.immigration.go.th
- Anordnung Nr. 12/2568 (2025) des Immigration Bureau — Kriterien für die Aufenthaltsverlängerung zu Beschäftigungszwecken, wie von thailändischen Einwanderungsberatern berichtet
- DOE-Bekanntmachung über die vorläufige Arbeitserlaubnis WP.62, in Kraft seit dem 1. Juli 2026, Royal Gazette vom 9. Juli 2026
- Sozialversicherungsgesetz B.E. 2533 und Ministerialverordnung vom 11. Dezember 2025 zur Anhebung der Lohnobergrenze auf 17.500 THB ab dem 1. Januar 2026
- Long-Term-Resident-Visum — ltr.boi.go.th; Board of Investment boi.go.th
- Haager Konferenz für Internationales Privatrecht — Thailands Beitritt zum Apostille-Übereinkommen, 30. Juni 2026, Inkrafttreten 28. Februar 2027 — hcch.net
- Tourism Authority of Thailand — 30-tägige Visumbefreiung ab dem 15. September 2026 — tatnews.org
- Aniday — Arbeitsvisa in Asien (Hub)
- Zuletzt geprüft 2026-09.
Häufige Fragen zur Arbeitserlaubnis in Thailand
Was steckt hinter der 4:1-Regel?
Bei einer regulären thailändischen Gesellschaft setzt jede Arbeitserlaubnis für einen Ausländer vier beim Social Security Office registrierte thailändische Beschäftigte und 2 Mio. THB voll eingezahltes Stammkapital voraus. Geprüft wird beides beim Erstantrag und bei jeder jährlichen Aufenthaltsverlängerung erneut, und Kapital wie Personal müssen der beschäftigenden Gesellschaft gehören — im EOR-Modell erfüllt sie also die sponsernde Gesellschaft in ihren eigenen Büchern. Außerhalb der Quote stehen BOI-geförderte Unternehmen und Inhaber eines LTR-Visums; Repräsentanzen und Regionalbüros werden mit 1:1 geprüft und sind von der Kapitalprüfung befreit.
Mit welchen staatlichen Gebühren müssen wir rechnen?
Das Department of Employment verlangt 100 THB Antragsgebühr plus eine Erlaubnisgebühr nach Gültigkeit: 750 THB für bis zu 3 Monate, 1.500 THB für 3 bis 6 Monate und 3.000 THB für 6 bis 12 Monate. Eine einjährige Erlaubnis kostet damit 3.100 THB, jede jährliche Verlängerung 3.000 THB. Hinzu kommen das Non-Immigrant-B-Visum (2.000 THB für eine Einreise, 5.000 THB für mehrere), die einjährige Aufenthaltsverlängerung (1.900 THB) und die Wiedereinreisegenehmigung (1.000 THB einfach, 3.800 THB mehrfach). Wo ein Leitfaden 750 THB als Antragsgebühr nennt, verwechselt er die Antragsgebühr mit der Erlaubnisgebühr für 3 Monate.
Reicht ein Destination Thailand Visa (DTV) für die Arbeit bei einer thailändischen Gesellschaft?
Nein. Das DTV ist ein fünfjähriges Visum für mehrfache Einreisen mit Aufenthalten von 180 Tagen, gedacht für Remote-Arbeitskräfte, die bei Unternehmen außerhalb Thailands angestellt oder für sie tätig sind. Eine thailändische Arbeitserlaubnis trägt es nicht, und umwandeln lässt es sich auch nicht: Wer mit einem DTV für eine thailändische Gesellschaft arbeitet — auch für eine EOR-Gesellschaft —, arbeitet ohne Erlaubnis, riskiert eine Geldbuße von 5.000 bis 50.000 THB sowie die Abschiebung und setzt den Arbeitgeber einer Geldbuße von 10.000 bis 100.000 THB pro Ausländer aus. Für eine lokale Beschäftigung braucht es ein Non-Immigrant-B-Visum und eine auf den thailändischen Arbeitgeber ausgestellte Arbeitserlaubnis.
Wie lange dauert es bis zur Arbeitserlaubnis?
Vier bis acht Wochen von Anfang bis Ende. Die WP.3-Vorabgenehmigung beim Department of Employment und das Non-Immigrant-B-Visum bei der Botschaft dauern jeweils etwa eine Woche, das e-Work Permit 7–10 Arbeitstage in Bangkok und 10–12 in den Provinzen (1–3 Tage über das BOI Single Window); danach folgt die einjährige Aufenthaltsverlängerung. Seit dem 1. Juli 2026 stellt der Registrar bei Genehmigung eine vorläufige Arbeitserlaubnis WP.62 aus, sodass die Person arbeiten kann, während die digitale Erlaubniskarte produziert wird.
Ist das e-Work Permit Pflicht?
Ja. Das Online-System des Department of Employment ist am 13. Oktober 2025 für Neuanträge, Verlängerungen, Anzeigen und Löschungen gestartet. Eine manuelle Einreichung war nur als Rückfalloption bei Systemproblemen zulässig, zunächst bis zum 28. Januar 2026 und im Rahmen einer verlängerten Erleichterungsmaßnahme bis zum 28. Juli 2026. Die Erlaubnis selbst ist heute eine digitale Karte im Kreditkartenformat mit QR-Code, der Arbeitgeber registriert sich und weist seine Identität über die App ThaiID nach, und das alte blaue Arbeitserlaubnisbuch wird nicht mehr ausgestellt.
Was ist beim Ausscheiden zu tun?
Innerhalb von 15 Tagen nach dem letzten Arbeitstag informiert der Arbeitgeber das Department of Employment und lässt die Arbeitserlaubnis löschen — bei Versäumnis droht eine Geldbuße von bis zu 20.000 THB. Ebenso ist die Einwanderungsbehörde zu benachrichtigen, denn die Aufenthaltsverlängerung hängt an der Erlaubnis und erlischt mit ihr. Der beschäftigten Person bleiben dann sieben Tage, um Thailand zu verlassen oder ihren Status zu ändern. Übertragen lässt sich die Arbeitserlaubnis auf einen neuen Arbeitgeber nicht; dieser stellt einen neuen Antrag.
Genügt für deutsche Urkunden eine Apostille?
Noch nicht. Thailand hat seine Beitrittsurkunde zum Haager Apostille-Übereinkommen am 30. Juni 2026 hinterlegt, doch in Kraft tritt es für Thailand erst am 28. Februar 2027. Bis dahin braucht ein ausländischer Abschluss oder ein Unternehmensdokument die vollständige konsularische Kette: Beglaubigung im Ausstellungsland, Legalisation durch die dortige thailändische Botschaft, danach die Legalisation Division des thailändischen Außenministeriums und zuletzt eine beglaubigte thailändische Übersetzung.
Können wir jemanden mit derselben Erlaubnis in eine andere Konzerngesellschaft versetzen?
Nein. Die Erlaubnis wird auf einen namentlich benannten Arbeitgeber ausgestellt. Der neue Arbeitgeber stellt einen neuen Antrag und muss die Quoten- und Kapitalprüfung selbst bestehen.
Gibt es ein Mindestgehalt?
Das Dekret kennt keine Gehaltsuntergrenze, doch die Einwanderungsbehörde legt bei der Aufenthaltsverlängerung eine nach Staatsangehörigkeit gestaffelte Untergrenze an: 50.000 THB pro Monat für die meisten westlichen, nordostasiatischen und singapurischen Staatsangehörigen, 35.000 THB für andere asiatische Staatsangehörige und 25.000 THB für afrikanische und lateinamerikanische Staatsangehörige.